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LISA MOOS: DIE BESTSELLER

RON JEREMY

ROTLICHT

UND NACH DER VORLESUNG

Eine Kunststudentin wird aus Geldnot zur Hure – der authentische Einblick in ein Doppelleben

Auf ihre Studienzeit blicken die meisten gern zurück – endlich ist man dem Elternhaus entronnen und kann seine Tage selbst gestalten. Doch wenn das Geld hinten und vorn nicht reicht, wird das fröhliche Studentenleben schnell zu einer äußerst ernsten Angelegenheit.

Die Kunststudentin Alexandra Aden hat am eigenen Leib erfahren, wie eng es werden kann, wenn die Existenzgrundlage auf einmal wegbricht. Sie verkauft ihren Körper, um die Miete zahlen zu können – und findet Gefallen am schnellen Geld, an interessanten Begegnungen und neuen sexuellen Erfahrungen.

Mitreißend und bisweilen auch humorvoll berichtet die Autorin von ihrem Doppelleben zwischen Uni und Club. Sie beleuchtet darüber hinaus aber auch den ernsten Hintergrund der studentischen Prostitution, die längst kein Einzelfall mehr ist.

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DER HINTERGRUND

Mit ihrem Buch Mes chères études (Mein teures Studium) verursachte die französische Studentin Laura D. vor Kurzem einen mittleren Skandal. Sie finanzierte ihr Studium mit einem Job als Hure. Französische und deutsche Medien berichteten umfassend, das Buch wurde zum Bestseller und stieß eine Debatte zur prekären Lebenssituation der zukünftigen Leistungselite an. Wer ohne großzügige Finanzierung der Eltern einen guten Abschluss machen will, muss mit möglichst geringem Zeitaufwand selbst sein Einkommen aufpolstern.

Einige Studentinnen entscheiden sich für den lukrativen Weg in die Prostitution. Es wird ihnen leicht gemacht – Kunden springen begeistert auf ihre Anzeigen an, und so ist es schnell verdientes Geld. Das Deutsche Studentenwerk glaubt, dass hierzulande eher wenige diesen extremen Schritt wagen – eine realitätsferne Einstellung.

Das Buch

Die Kunststudentin Alexandra aus Hannover weiß es besser, denn sie hat jahrelang neben dem Studium ihr Geld als Hure verdient. Sie berichtet authentisch und unverblümt aus ihrem Alltag zwischen Uni und Club. Das anstrengende Doppelleben wird mit einem beachtlichen Einkommen und ausreichend Zeit für die Ausbildung belohnt, und deswegen bleibt sie über sechs Jahre dabei. Sie erzählt von ihren aufregenden Erlebnissen mit Kunden, Konflikten mit Kolleginnen, von den erschreckenden Momenten, in denen sich die beiden Welten berühren.

Ihr schonungsloser, aber durchaus differenzierter Report macht eines deutlich: Prostitution ist heute kein Randphänomen mehr, sondern eine ganz normale Möglichkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen – und bei steigenden Studiengebühren werden wohl immer mehr Studentinnen ihren Körper verkaufen, um sich den Luxus einer guten Ausbildung zu finanzieren.

Das Zitat

Eigentlich gewöhnt man sich nie daran. Das Einzige, woran man sich gewöhnt, ist das Geld. Ich war Mitte zwanzig und hatte gerade mein Studium begonnen, als mein langjähriger Freund eine andere kennenlernte und ab diesem Zeitpunkt die Zahlung der gemeinsamen Wohnung inklusive Nebenkosten und Raten für die Einrichtung vertrauensvoll in meine Hände legte.

Das wuchs mir leider schnell über den Kopf. Ich beschloss, die Zeitungsannoncen zu studieren. Dort fand ich die Anzeige eines Nachtclubs, der noch Mädchen zwischen 18 und 35 Jahren suchte.

So nahm ich allen Mut zusammen und rief an. Die Frau am Telefon war aufgeschlossen und freundlich. Sie schlug mir vor, noch am selben Abend vorbeizukommen. Und damit begann meine sechsjährige Tätigkeit als Teilzeit-Hure. Um es gleich zu sagen: Es hat mir nicht geschadet, und ich habe es nie bereut.

DIE AUTORIN

Alexandra Aden geriet durch die Trennung vom wohlhabenden Lebenspartner in eine finanzielle Krise und entschied sich für den Weg in die Prostitution. Zweimal pro Woche traf sie Freier, das reichte für ein Leben ohne Geldsorgen.

Zunächst war sie euphorisch, doch dann gerieten die beiden Welten immer mehr in Konflikt. Sie verliebte sich in einen Professor, verschwieg ihm aber ihr Doppelleben. Als der Geliebte sich gegen sie entschied, stürzte sie ab, Alkohol und wahllose sexuelle Begegnungen dominierten ihre Nächte.

Mühsam rappelte sie sich auf und lernte ihren zukünftigen Mann kennen, diesmal spielte sie mit offenen Karten. Eine kleine Erbschaft half ihr, den Ausstieg zu finanzieren. Heute ist sie promoviert, glücklich verheiratet und arbeitet selbständig im Kulturmanagement.

Die Daten

Foto: © Daniel Boris / photocase.com




• Studentenprostitution gibt es auch in Deutschland! Nach der französischen Studentin Laura D.berichtet jetzt die deutsche Studentin Alexandra Aden von ihrem Nebenjob als Hure
• Die Autorin schreibt über ihre Erfahrungen und Erlebnisse zwischen Uni und Club

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